+ meiner geliebten Großmutter Margarete (Gretel) Müller am Samstag, den 02. April 2016, 13h34 im Mutterhaus der Borromäerinnen Trier

Meine geliebte Großmutter Margarete Müller hat uns gestern gegen 13h35 unerwartet verlassen und ist heimgegangen in Richtungen ewige Gemeinschaft in der bedingungslos liebenden Gegenwart ihres Schöpfers. Vielen Bekannten, Freunden und Verwandten war sie während ihrer langen Lebenszeit freundliche und liebenswerte Gastgeberin und Freundin.

Mir war sie Alles in Allem, ohne meine Großeltern wäre ich nicht der, der ich bin! Danke!

Weiteres Details folgen.

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Liebe Freunde,

die Auferstehungsfeier aus Anlaß des Todes meiner Oma findet am nächsten Mittwoch, den 13. April 2016 um 14h30 in der Marienkapelle auf dem Friedhof St. Matthias, gefolgt von der Eucharistiefeier in der Matthias-Basilika und einer anschließenden Agape in den Räumen des Bestattungsinstitues Grand in der Wisportstraße 7, 54295 Trier.

Die Matthias-Basilika befindet sich unter folgender Adresse: Matthiasstraße 85, 54290 Trier.

Ihr braucht mir keine Rückmeldungen zu geben, wenn ihr mich und meine Angehörigen bei diesem vorläufigen Abschied von meiner Großmutter begleiten wollt. Ich freue mich über Jede/-n, der einfach dabeisein kann, kommt, mitsingt, mitbetet, die Hoffnung feiert und vielleicht danach noch einen Moment der Begegnung mit uns verbringt!

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Chers amis,

la célébration à l‘ occasion de l’ adieu préliminaire de ma grand-mère aura lieu le mercredi, le 13 avril 2016 à partir de 14h30 dans la chapelle Ste. Marie au cimetière Saint Matthias, suivie de l’ eucharistie dans la basilique St. Matthias et d’ une agape dans les locaux de pompes funèbres Grandjean, Wisportstraße 7, 54295 Trèves.

La basilique St. Matthias se trouve sous l’ adresse suivant : Matthiasstraße 85, 54295 Trier.

Si vous voulez venir, il n’y a pas de nécessité de m’ informer avant. Si vous voulez nous accompagner à ce l’ occassion, venez tous simplement pour chanter, prier et célébrer avec nous l’ ésperance et rester après encore avec nous pour un moment de rencontre personnelle !

Freunschaftlichst/ Amitié,

Karsten.

Karsten Steil-Wilkes Foto.
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Würdigung Gretel Müller im Trauergottesdienst am Mittwoch, den 13. April 2016 um 15h00 in der Basilika St. Matthias gehalten von Bruder Athanasius Polag OSB

Karsten: Liebe Familie, liebe Freunde, herzlichen Dank, dass ihr noch einmal mit uns hier zusammen gekommen seid, um vorerst Abschied zu nehmen von Gretel Müller, die uns/ euch Mutter, Schwiegermutter, Oma, Uroma oder Freundin war, die uns am Samstag, den 02. April 2016 um 13h35 im Mutterhaus vorläufig verlassen hat. Ihre Kräfte hatten zu guter Letzt nicht mehr ausgereicht, um ihrer Lungenentzündung etwas entgegen zu setzen.

Silke: Antoine de Saint-Exupéry schreibt in seinem „Kleinen Prinz“ im Gespräch zwischen dem Kleinen Prinzen und der Rose: „Hast du Angst vor dem Tod?“, fragte der Kleine Prinz. Darauf antwortete die Rose: „Aber nein. Ich habe doch gelebt, ich habe geblüht und meine Kräfte eingesetzt, soviel ich konnte. Und Liebe, tausendfach verschenkt, kehrt wieder zurück zu dem, der sie gegeben. So will ich warten auf das neue Leben und ohne Angst und Verzagen blühen.“

Diese Zeilen des Franzosen fassen wunderbar das Wesen unserer Oma zusammen.

Karsten: Liebe, Treue, Einfachheit charakterisierten Gretel Müller.

Liebe: Empfindsamkeit und Mitgefühl für die Situation der Menschen in ihrem Umfeld waren kennzeichnend für sie, aber auch für sie und ihren Mann als Paar. Wenn irgendwer aus ihrem familiären oder sie umgebenden Umfeld bedürftig war, materiell oder seelisch, haben beide nicht lange gefackelt, sondern gerne abgegeben von dem Materiellen, was sie bis zuletzt immer in ausreichendem Maße, aber nie im Überfluß hatten. Wer ein gütiges Ohr brauchte, fand bei ihr immer Zeit und eine offene Tür. Vorurteile, kulturelle, sprachliche und religiöse Grenzen spielten dort nie eine Rolle. In den Zeiten, in denen unsere Familie sich in Auflösung befand waren sie unsere einende Klammer und das bergende Obdach. Vielleicht waren die eigenen Entbehrungen, der Hunger, die absolute Zerstörungskraft des Hasses und die existenzielle Bedeutung der Solidarität, die sie in jüngsten Jahren im Kriege erleben mussten, die Quellen dieser Haltung. Alles das bewahrte sie nicht davor, in der Familie selbst den Bannstrahl von Willkür und Rücksichtslosigkeit zu erfahren. Schläge, die sie tief geprägt haben. Ihre Liebe war oft ohne Maß und Begrenzung und so desöfteren auch schutzlos. Sich abzugrenzen war nicht die Sache unserer Oma, unserer Großeltern.

Treue: Neben der Liebe war die Treue ein wichtiges Merkmal, der Gretel ausgemacht hat. Besonders auch in der Treue zu ihrem 2009 verstorbenen Mann Johann. Im Juli 2009 konnte sie zusammen in ihrem Wohnzimmer Gott Danke sagen für 60. gemeinsame Jahre im Rahmen einer Eucharistie mit Bruder Augustinus. Ich erinnere mich, als ob es gestern gewesen wäre, wie tief mein Opa, der ansonsten nicht so nah am Wasser gebaut war, währen des ganzen Gottesdienstes von Tränen gerührt war. Vielleicht hat er da schon geahnt, dass er am 23. Oktober seiner Frau in die Ewigkeit vorrausgehen sollte. Den Großteil ihres Lebens haben beide zusammen verbracht und ebenso in der Beziehung zueinander Distanz und Nähe, Licht und Schatten durchlebt, sich aber die Treue gehalten. Solange es ihre Kraft zuließ, waren die mehrmals wöchentlichen Momente am Grab ihres Mannes ein fester Termin in ihrer Woche. Vergebung und Weitermachen, so ihr Credo.

Einfachheit: Fundament all dessen war bis zuletzt ihr tiefer und einfacher gelebter Glaube. Besonders geprägt hat diesen die Aura dieses Ortes hier, geprägt von Benediktinischer Bodenständigkeit und alten, tiefen Wurzeln, die Ruhe vor dem Andachtsbild der Mattheiser Mutter Gottes und der Verehrung des Heiligen Rockes im Dom. Wer unsere Oma kannte, weiß, dass sie barocke Gesten und abgehobenes Reden nicht sehr schätzte. Sie war eine in Gesten und Worten einfache Person. Sie versuchte zu sagen, was sie lebte und zu leben, was sie sagte.

Silke: Du warst für mich und meine Kinder wie eine Mutter und ein lieber Engel, du fehlst uns so unendlich. Danke, dass wir ein Teil in Deinem Leben sein durften. Pass gut von dort oben auf uns auf! Wir werden Dich immer lieben!

Karsten: Ein Gedanke von Dietrich Bonhoeffer zum Abschluß:

Es gibt nichts, was die Abwesenheit eines geliebten Menschen ersetzen kann ; und man soll das auch gar nicht versuchen, man muss es einfach aushalten ; das klingt zunächst sehr hart, aber zugleich ist es ein großer Trost, denn indem die Lücke wirklich unausgefüllt bleibt, bleibt man durch sie miteinander verbunden.

Zusammen: Danke und auf ein Wiedersehen!


 

 

2015 im Rückblick

Die WordPress.com-Statistik-Elfen haben einen Jahresbericht 2015 für dieses Blog erstellt.

Hier ist ein Auszug:

Eine Cable Car in San Francisco fasst 60 Personen. Dieses Blog wurde in 2015 etwa 650 mal besucht. Eine Cable Car würde etwa 11 Fahrten benötigen um alle Besucher dieses Blogs zu transportieren.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Johannes Kneifel am Samstag, den 20. Juni 2015 in Heisdorf – Johannes Kneifel à Heisdorf le samedi, le 20 juin 2015

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Mein Weg aus Extremismus, Gewalt und Rücksichtslosigkeit –

Wie ich im Glauben zu Umkehr und Gewaltverzicht fand

Lesung, Begegnung, Austausch – ein Nachmittag mit Johannes Kneifel, Autor des Buches „Vom Saulus zum Paulus: Skinhead, Gewalttäter, Pastor – meine drei Leben“

Wann? Samstag, den 20. Juni 2015, 16.00 Uhr

Wo? Kirche in Heisdorf (rue de la Fôret-Verte), Pfarrverband Steinsel-Walferdingen

Der Eintritt ist frei, nach der Veranstaltung wird eine Kollekte zur Deckung der Unkosten durchgeführt.

Eine Übersetzung ins Französische ist vorhanden.

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Samstag, den 20. Juni 2015 findet um 19.30 Auer ein Jugendgottesdienst in der Heisdorfer Kirche zum Thema: „Die allzeit offenen Arme Gottes: Vergebung und Verzeihen“ mit Impuls von Johannes Kneifel statt.

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Infos: Karsten Steil-Wilke, Pastoralreferent, Mail: karstensteil@gmx.net, Tel: 26334024,

méi Informatiounen zur Persoun vum Johannes Kneifel fannt dir och ënner http://www.karsten-steil-wilke.de .

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Comment je pourrais tourner le dos à l’extrémisme, à la violence et à la cruauté grâce à Dieu

Lecture, Rencontre, Partage – un après-midi avec Johannes Kneifel , auteur du livre „Vom Saulus zum Paulus: Skinhead, Gewalttäter, Pastor – meine drei Leben“

Quand? Samedi, le 20 juin 2014, 16.00 heures

Où? Église de Heisdorf (rue de la Fôret-Verte), Communauté Pastorale Steinsel-Walferdange

L’ entrée est gratuite, nous demandons un don pour couvrir les frais de cette soirée. La soirée est organisée en allemand, une traduction en francais est garantie.

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Samedi, le 20 juin 2014 il y aura à 19.30 h une célébration de la parole de Dieu pour jeunes dans l‘ église de Heisdorf: „Les bras toujours ouverts de Dieu: Pardon et Reconciliation“ avec témoignage de Johannes Kneifel.

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Infos: Karsten Steil-Wilke, coopérateur pastoral, Mail: karstensteil@gmx.net, Tél: 26334024, autres informations sur la personne de Johannes Kneifel vous trouvez sur le site: http://www.karsten-steil-wilke.de .

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 – Video auf Youtube über Johannes Kneifel:

https://www.youtube.com/watch?v=BK6TmPW6i9o#t=28

 – WDR-Sendung “Planet Wissen” zu Johannes Kneifel (cirka 57 Minuten):

http://www.planet-wissen.de/sendungen/2014/01/08_skinheadpastor.jsp

Abschied von Kayl, Tetingen und Rümelingen

Nach 15 Jahren Arbeit als Pastoralreferent in den Pfarreien Kayl, Tetingen und Rümelingen, bin ich mit Datum vom 12. Juli 2014 als Pastoralreferent für den Pfarrverband Steinsel und Walferdingen ernannt worden. Ab 01. Januar 2015 ist zudem ein Praktikum in der Gefängnisseelsorge vorgesehen. Zudem bin ich seit dem 06. April diesen Jahres offiziell Mitglied des Kreises der Anwärter für das Ständige Diakonat im Erzbistum Luxemburg.

Fotos vom Abschied bei den Schöffenräten von Kayl-Tetingen und Rümelingen und dem Abschiedsgottesdienst sind unter:

http://tourisme-kayl.lu/Abschied%20vum%20Paschtouer%20Laurent%20Fackelstein%20an%20Karsten%20Steil%20Wilke/

zu finden.

 

 

Exerzitien auf der Strasse – Retraite à la rue

Strassenexerzitien

– Flyer:

Flyer_Strassenexerzitien_Luxemburg_20014

 

– Links zu den Strassenexerzitien:

http://www.exerzitien-auf-der-strasse.de

 

– Videos:

http://www.youtube.com/watch?v=stPMFhQbY9w

 

http://www.youtube.com/watch?v=iybUZ2KendM

 

Einübung in respektvolles Sehen und Hören vom 30.05 – 01.06.2014 in Luxemburg-Bonneweg

LUXEMBURG-BONNEWEG. (kstw) „Ich bin da“ ist die Zusage Gottes an uns alle.
Er kann mit seinem Ruf an ganz unterschiedlichen Orten auf uns warten – unter den Armen und Ausgegrenzten,
in einer Kirche, aber auch in einer Moschee, an einem Denkmal, in der Natur oder in uns selbst. Um ihn zu hören, braucht es Aufmerksamkeit und Offenheit.
Respektvolles Sehen und Hören üben heißt unsere Einladung an Sie. Bei dieser Exerzitienform wird eine besondere Achtsamkeit dem Ort entgegengebracht, an dem die/der Einzelne innerlich bewegt wird. Wir machen uns nach einem gemeinsamen Impuls auf den Weg, jeder auf seinen. Dabei gibt es kein „Muss“. Jeder kann für sich selbst entdecken, wie die Einladung an ihn heißt.
Die Exerzitien sind keine Sozialpraktika, sondern ein Loslassen in die Zeit und die Anwesenheit Gottes hinein. Titel und Funktionen weglegen, Zweifel loslassen, unverplante Zeit und kein festgelegtes Ziel sind eine Erleichterung, sich betend auf den Weg zu machen, Orte der persönlichen Gottesbegegnung zu finden und zu „verkosten“. Nach der Rückkehr sind wir eingeladen in kleinen Gruppen zu hören und auch selber ins Wort zu bringen, was uns bewegt hat. Im Rückblick auf das Erlebte erkennen wir oft erst, wo uns Gott begegnet ist und können seine Gegenwart spüren. Mit einem gemeinsamen Gottesdienst endet der Austausch; die Erfahrungen des Weges werden uns weiter begleiten.

Die Exerzitien finden in der Nähe des Bahnhofsviertels von Luxemburg-Stadt in Bonneweg statt. Die Teilnehmer sind in Räumlichkeiten der Pfarrei Bonneweg untergebracht. Zur Übernachtung bitte selbst Iso-Matte oder Luftmatratze und Schlafsack mitbringen. Auf Wunsch können separate Übernachtungsmöglichkeiten organisiert werden.
Lebensmittel für das Frühstück werden vor Ort zur Verfügung gestellt. Das Abendessen samstags wird von den Teilnehmern zubereitet.
Die Kosten werden unter den Anwesenden aufgeteilt.Spezielle Lebensmittel (vegetarisch, vegan oder bei Unverträglichkeiten, etc. pp.) bringt bitte Jede/-r selbst mit! Die maximale Teilnehmerzahl beträgt 10 Personen. Die Annahme erfolgt nach Eingang der Anmeldungen. Die Geistlichen Übungen werden auf Deutsch und Französisch angeboten. Die Exerzitien beginnen am Freitag, den 30 Mai 2014 um 17.00 h und enden am Sonntag, den 01 Juni 2014 nach dem Gottesdienst (gegen Mittag). Treffpunkt ist freitags die Kirche „Maria, Königin des Friedens“ in Luxemburg-Bonneweg (2, rue de l‘ hippodrome, L-1730 Luxemburg).
Bitte bei der Anmeldung die zu erwartende Ankunftszeit angeben. Anmeldungen bitte bis 15. Mai 2014 an: Karsten Steil-Wilke, Tel: +49-651-7103546 oder 00352-26561311, Mail: karstensteil@gmx.net .

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Entraînement à voir et à écouter avec respect entre le 30-05 et le 01-06-2014 à Luxembourg-Bonnevoie

LUXEMBURG-BONNEVOIE. (kstw) « Je suis là » est le message positif (le « oui ») que Dieu adresse à nous tous. Il nous appelle et nous attend à des lieux très divers : au milieu des pauvres et des exclus, dans une église, mais aussi dans une mosquée, devant un monument, en pleine nature ou au plus profond de notre être. Pour l’entendre, il faut de l’attention et de l’ouverture. Nous voulons vous inviter à vous entraîner à voir et à écouter avec respect. Par cette retraite, l’occasion vous sera donnée de prêter une attention particulière à votre espace intérieur.Après l’« input » spirituel, chacun de nous se mettra en route, chacun prendra son chemin. Il n’y aura ni contrainte, ni obligation. Chacun pourra découvrir pour lui-même ce que signifie cette invitation. Ces exercices spirituels ne représentent pas une activité sociale mais impliquent un abandon au moment présent et à la présence divine. Il s’agit de nous défaire provisoirement de nos titres et fonctions, de nous libérer de nos doutes, de lâcher nos programmes quotidiens. Pas de but précis à atteindre ! C’est un soulagement de n’avoir pas de but à atteindre, de nous mettre en route tout en priant, de trouver des lieux de rencontre personnelle avec Dieu. À notre retour, nous pourrons échanger dans de petits groupes sur ce qui nous a animés. Parfois il suffit d’un regard rétrospectif sur notre vécu pour reconnaître le lieu où Dieu nous a rencontrés et où nous avons senti sa présence. L’échange se terminera par un office religieux.
Les expériences faites en route continueront de nous accompagner et de nous inspirer dans notre quotidien.

Pour la nuit, il faudra emporter matelas de camping (ou matelas pneumatique) et sac de couchage. Les exercices spirituelles sont organisées dans le quartier de la gare de Luxembourg-Ville à Bonnevoie. Les participants logent dans des locaux de la paroisse. Sur demande, il est possible d’organiser des hébergements séparés. Des petits déjeuners sont prévus. Le souper du samedi sera préparé par les participants. Les frais seront partagés entre ces derniers. Les végétariens, végétaliens et allergiques apporteront eux-mêmes ce qu’il leur faudra pour les repas. Le nombre de participants est limité à 10 personnes. Les langues utilisées sont le français et l’allemand. Les exercices commencent le vendredi, le 30 mai 2014 à 17.00 h et termineront le dimanche, le 1 juin 2014 après la messe (vers midi). On se rencontre le vendredi dans l’ église «Marie, Reine de la paix» à Luxembourg-Bonnevoie (2, rue de l’ hippodrome, L-1730 Luxembourg). Veuillez transmettre aux organisateurs votre l’ heure d’arrivée pendant l’ inscription. Les inscriptions seront enregistrées au fur et à mesure de leur réception. Elles sont à envoyer jusqu’au 15 mai 2014 à Karsten Steil-Wilke, tél: +49-651-7103546 ou 00352-26561311, Mail: karstensteil@gmx.net .

Johannes Kneifel am 07. und 08. März in Kayl und Rümelingen

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Johannes Kneifel, ehemals Neo-Nazi, Gewalttäter, der dadurch zum Tod eines Menschen beigetragen hat, aber auch bekehrter, ausgesöhnter Mensch, Christ, baptistischer Pastor bei Zwickau in Sachsen, Autor des Buches „Vom Saulus zum Paulus – Skinhead-Gewalttäter-Pastor – Meine drei Leben“, ist, so Gott will, am 07. und 08. März 2014 in unserem Pfarrverband Kayltal zum Anfang der Fastenzeit in Kayl und Rümelingen zu Gast während einer Lesung mit Gespräch und Diskussion und zu einem Jugendgottesdienst mit persönlichem Zeugnis! Wir sind in großer Vorfreude, diesen besonderen Menschen zu Gast haben zu dürfen!

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Johannes Kneifel ist 17, als er 1999 zusammen mit einem Freund einen Mann in dessen Wohnung aufsucht und ihn brutal verprügelt. Der Grund: Peter Deutschmann hatte die Jugendlichen kritisch auf ihre rechte Gesinnung angesprochen. Gewalt gehört zu deren Alltag ebenso wie rechte Musik,  Alkoholexzesse und das Gefühl, kein Teil dieser Gesellschaft zu sein. Einen Tag nach der Tat stirbt Peter Deutschmann im Krankenhaus. Johannes Kneifel wird verhaftet und muss für fünf Jahre ins Gefängnis. Er gilt als hochintelligent, aber auch hochgefährlich, mehrfach muss er in Isolationshaft. Die Wende beginnt, als er anfängt, den Gottesdienst zu besuchen, sich mit Seelsorgern auszutauschen. Johannes Kneifel erkennt, dass sein von Wut, Gewalt und Fremdenhass geprägter Weg in eine Sackgasse führt – und findet zum Glauben und zu Gott. Auf ihn vertraut er heute. Nach seiner Entlassung beginnt Johannes Kneifel ein Theologiestudium. Nun arbeitet er in einer freikirchlichen Gemeinde in Westsachsen, sowie deutschlandweit als Referent, um auch anderen Menschen Hoffnung zu machen, dass Veränderung möglich ist.

° Vendredi, le 07 mars 2014, 20.00 heures dans l’ église de Kayl

Rencontre avec le Pasteur Johannes Kneifel. Il lira des extraits de son livre : „Vom Saulus zum Paulus: Skinhead, Gewalttäter, Pastor – meine drei Leben“, débat – discussion.

Une traduction en francais est garantie.

° Samedi, le 08 mars 2014, 20.30 heures dans l’ église de Rumelange

Messe des Jeunes pour le Carême avec M. l‘ abbé  Edmond Ries et témoignage du Pasteur Johannes Kneifel (Auteur du livre: „Vom Saulus zum Paulus: Skinhead, Gewalttäter, Pastor – meine drei Leben“)

Une traduction en Francais est garantie.

 

 – Video auf Youtube über Johannes Kneifel:

https://www.youtube.com/watch?v=BK6TmPW6i9o#t=28

 – WDR-Sendung „Planet Wissen“ zu Johannes Kneifel (cirka 57 Minuten):

http://www.planet-wissen.de/sendungen/2014/01/08_skinheadpastor.jsp

Lesen-Schreiben-Rechnen: Welt-Autonomie-inklusiv-exklusiv

Im Prolog des Johannes-Evangeliums heißt es im 1. Kapitel, 1-5 (Einheitsübersetzung):

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Im Anfang war es bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden, und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfaßt.

Das Wort  (gr.: Logos) nimmt hier Bezug auf das vorweltliche, göttliche Sein. Aus ihm entsteht alles was existiert, auch die Würde des Menschen und aus seiner besonderen Würde entspringen seine Rechte.

Wer Analphabet ist oder Dyskalkuliker oder Legastheniker kann sich weder die Welt optimal erschließen, noch sich des in ihm befindlichen präexistenten Lichtes seiner Würde selbstbewußtseinsmäßig gänzlich gewahr werden. Der Welttag des Analphabetismus ist jedes Jahr am 08. September. Unsere Umwelt und besonders die Schulsysteme in den Industrie- und Schwellenländern, ausgenommen vielleicht Schweden, Norwegen, Finnland, Neuseeland und Kanada und vielleicht einige engagierte Pädagogen und Schulen, vermögen systembedingt nicht, solchen betroffenen Menschen als Geburtshelfer ihrer Würde zu dienen. Das hat etwas mit mangelnder Qualifikation vieler Pädadagogen, Scham und Unkenntnis vieler Eltern, dem vorgegebenen (kurzfristig wirksamen) Spardiktat unter das die öffentlichen Haushalte künstlich gesetzt werden (und später viel mehr bezahlen müssen, um die frühen Versäumnisse auszubügeln im Strafvollzug und sozialen Transfergeldern, die die Menschen aber selten wieder inkludieren), sowie dem pädagogischen Leitsatz der Leistungsgerechtigkeit und Orientierung an einem imaginären „Leistungsmittelwert“,  an dem sich zwanghaft zu orientieren ist, zu tun.

Zur Zeit lese ich Jonas Jonasssons Buch „Die Analphabetin, die rechnen konnte“, direkt im Anschluß an „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“.

Am Anfang bringt Jonasson die fundamentale Bedeutung der Grundfertigkeiten des Lesens und Rechnens wunderbar und bewegend auf den Punkt, wenn er beschreibt, wie die wahrscheinlich hochintelligente, auf sich gestellte, selbstbewußsste 15-jährige Nombeko Mayeki, die sowohl ihrem Chef in der Latrinenträger-Gruppe im Rechnen, als auch ihrem rassistischen weißen 23-jährigen Chef und Berufsneuling Piet du Toit, der sich im Soweto der „Kaffer“ (O-Ton du Toit) mit einem Leibwächter umgibt, hochhaushoch überlegen ist. Bald wird sie selber Chefin der Gruppe, bis sie du Toit nachweist, das dieser ihr zu Unrecht vorgeworfen hat, ihr Budget überzogen zu haben.  Es folgt die Entlassung. Arroganz, Selbstgefälligkeit, Borniertheit und verbrecherische Unmenschlichkeit lassen die Buren alle Dunkelhäutigen zu „Analphabeten“ degradieren, verbal und sozial. Apartheid pur.  Nombeko ist wehrhaft, hart, direkt, mutig, neugierig und kraftvoll.  Rechnen bringt sie sich selber bei, Lesen und Schreiben lernt sie, unter Androhung von Gewalt, von dem alten Thabo, dessen sexuelle Belöstigung sie erfolgreich abwehrt, der aber ein Bücherfreak ist. Anstatt sich unterkriegen zu lassen, nimmt sie allen Mut und ihre sieben Sachen zusammen und macht sich auf den Weg in die Johannesburger Nationalbibliothek. Eine Schwarze, die sich auf dem Weg in die Nationalbibliothek macht. Nombeko durchbricht ein Tabu, ein Sakrileg.

Du Toit bringt die Bewertung von Nombekos Verhalten auf den Punkt, wenn er schreibt „Kapierte dieses Mädchen nicht, wo ihr Platz war? Wo kämen wir da hin, wenn jeder X-Beliebige entscheiden könnte was richtig und falsch ist“ (Jonas Jonasson,  Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (mit einer Leseprobe von Die Analphabetin, die rechnen konnte), carl’s books, 428).

Die inklusive, revolutionäre und Autonomie formende Kraft des Lesens  und Rechnens bzw. umgedreht die exklusive, ausgrenzende Kraft des Mangels dieser Fähigkeiten oder Schwierigkeiten im Umgang damit bringt der Autor in genialer Weise zu Papier.

Ein anregendes und mutmachendes Buch zu einem drängenden und alarmierenden Thema!

 Es lebe die Kraft der (scheinbar) Schwachen !!! Jede Verweigerungshaltung in diesem Bereich und verschanzen hinter Formeln, Vorschriften und Gesetzen als Erklärung für Nichtstun und Erhaltung des Status Quo ist sowohl eine systematische Zementierung sozialer Selektivität und ein systematischer Anschlag auf die Würde der Betroffenen! Es kann, muss und soll gehandelt werden, jetzt! Eine Gesellschaft und ihr Gemeinwesen haben alles zu tun und jeden vorhandenen Pfennig in die Hand zu nehmen, um zu probieren, dass ein/e Jede/r immer wieder sich in ihre Mitte zurück integrieren kann.

(Karsten Steil-Wilke, 09. Januar 2014, 13:20 h)

Spiritualität der Kleinen und des Kleinen

Weihnachten 2013 Emil Nolde Heilige Nacht

***

Dich
hat der himmel geschickt
kleines Menschenkind von bethlehem
geboren in armut
verkündet den einfachen
leuchtende liebe
göttlich strahlendes licht
in all unsere finsternisse
schon am anfang
osterlicht des sieges
über die dunklen mächte
die leben mindern und rauben

so geht er den weg
der mann aus galiläa
der gesalbte der christus
mit seiner vor-liebe für kranke und gekränkte
heilende begegnung – für gestörte, verstörte, zerstörte
sättigende nähe – für unersättlich lebenshungrige
befreiende tat – für angstgefangene und befangene

gelegt auf die erde – die oft so harte
am ende
gelegt in die erde – samenkorn
gewandelte lebensfülle

so geht er den weg
der endgültig gesandte des EINEN
der sohn mit der botschaft der liebe
wir – in seinen spuren
seit tauftagen
seinen namen tragend
in seiner lernschule ein leben lang
noch immer
und
sendboten des himmels
heute und morgen
dich hat der himmel geschickt

(Christoph Wurbs, aus: Karmelimpulse, Quartalsschrift zur Vertiefung des geistlichen Lebens in, Herausgegeben vom Teresoanischen Karmel in Deutschland, 23. Jahrgang, IV/2013, Seite 13)

***

„Gott segne dich mit Unbehagen an einfachen Antworten, Halbwahrheiten und oberflächlichen Beziehungen, damit du tief in und mit deinem Herzen leben wirst. Gott segne dich mit Wut auf Ungerechtigkeit, Unterdrückung und Ausbeutung von Menschen, damit du dich für Gerechtigkeit, Freiheit und Frieden einsetzen wirst. Gott segne dich mit Tränen für diejenigen, die leiden unter Schmerzen, Ablehnung, Hunger und Krieg, damit deine Hand sie trösten kann und damit ihre Schmerzen in Freude verwandelt werden. Und Gott segne dich mit der Torheit zu glauben, dass man etwas verändern kann in der Welt, damit du das tun wirst, von dem andere behaupten, man können es nicht tun, damit Gerechtigkeit und Barmherzigkeit für alle unsere Kinder und die Armen Wirklichkeit werden wird.“

(Heiliger Franz von Assisi)

***

Behüte, HERR, die ich dir anbefehle,

die mir verbunden sind und mir verwandt.

Erhalte sie gesund an Leib und Seele

und führe sie an deiner guten Hand.

Sie alle, die mir ihr Vertrauen schenken

und die mir soviel Gutes schon getan.

In Liebe will ich dankbar an sie denken,

o Herr, nimm dich in Güte ihrer an.

Um manchen Menschen mache ich mir Sorgen

und möchte helfen, doch ich kann es nicht.

Ich wünsche nur, er wär’ bei dir geborgen

und fände aus dem Dunkel in dein Licht.

Du ließest mir so viele schon begegnen,

so lang ich lebe, seit ich denken kann.

Ich bitte dich, du wollest alle segnen,

sei mir und ihnen immer zugetan.

(Lothar Zenetti)

***

“ Monasticism has been traditionally associated with the ´old christian wisdom´ of patristic and medieval times. We have to begin to speak of the need of a rebirth of Christian wisdom in new forms, for the birth of a new wisdom. As the church breaks free of its rigid cultural shell, it rediscovers its identity and essential elements, with, ´at the center´. Western monasticism, likewise, is invited to break free of its cultural container to discover its inner identity and wellspring, and at the same time to discover a new relationship with everything around it: Church and world, humanity and cosmos. Put briefly, monasticism must open to the experience of human persons in the world today. “
(from the Calendary of New Camaldolese Hermitage, Big Sur, USA)

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– Dossier über den Islam im Großherzogtum Luxemburg:

DieMuslime und der Islam im Großherzogtum Luxemburg

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Wo sollen wir Stille finden ?

Wo gibt es noch Orte der Stille ? Die Wüste ist weit weg…
Wenn das kontemplative Leben nur hinter Klostermauern
oder im Schweigen der Wüste möglich wäre,
dann müssten wir, um gerecht zu sein,
jeder Familienmutter ein kleines Kloster geben
und den Luxus einer kleinen Wüste dem Hilfsarbeiter,
der im Lärm einer Stadt Leben muss,
um hart sein Brot zu verdienen.
So sieht die Wirklichkeit aus,
in der viele, die meisten Menschen leben.
Wenn du nicht in die Wüste gehen kannst,
musst du dennoch in deinem Leben Wüste machen.
Bring ein Stück Wüste in dein Leben,
verlass‘ von Zeit zu Zeit die Menschen,
such die Einsamkeit,
um im Schweigen und anhaltenden Gebet deine Seele zu erneuern !
Das ist unentbehrlich !
Das bedeutet ‚Wüste‘ in deinem geistlichen Leben.
Eine Stunde am Tag,
einen Tag im Monat, acht Tage im Jahr,
länger, wenn es nötig ist,
musst du alle und alles verlassen,
um dich allein mit Gott zurückzuziehen.
Wenn du das nicht suchst,
wenn du das nicht liebst, mach dir keine Illusionen.
Anders wirst du nie zum kontemplativen Gebet kommen.
Denn nicht allein sein wollen-
obwohl man es könnte-,
um die innige Nähe Gottes zu kosten,
ist ein Zeichen, dass es an dem Grundelement
der Beziehung zum allmächtigen Gott fehlt : an der Liebe.
Ohne Liebe aber ist keine Offenbarung möglich.

(aus : Carretto, Carlo, Deine Stadt ist deine Wüste – Geistliche Erfahrungen, Freiburg/ Breisgau-Basel-Wien (Herder) 1979 // Carlo Carretto, 1910-1988, ‚Kleiner Bruder Jesu‘ (Orden, von Charles de Foucauld gegründet), katholischer Schriftsteller, Mystiker)